Kontakt:

Tel.: +49 941 399600-0

Fax: +49 941 399600-9

info [a] ckoss.de

oder:

Kontaktformular

Prof. Dr. Claus Koss
Prof. Dr. Claus Koss
Claus Koss Steuerberater Wirtschaftsprüfer
Claus KossSteuerberaterWirtschaftsprüfer

Aktuelles

Zitat des Tages

 

"Überall stoßen wir auf ein Denken, das kein Morgen kennt."

 

[Angela Merkel]

 

[Aktualisiert 23. August 2017]

Abschaffung der Abgeltungsteuer ökonomisch unsinnig

 

Als ökonomisch unsinnig lehnt Professor Claus Koss die Abschaffung der Abgeltungsteuer ab. Die Abschaffung würde die Kapitalflucht und Steuerhinterziehung in Deutschland begünstigen, sagte er bei einem Vortrag beim Regensburger Steuerkreis. Vor Fachleuten aus Finanzverwaltung und Steuerberatung zeigte er außerdem, dass mit der maximalen Anrechnung ausländischer Steuer Kapitalanleger in Deutschland die meiste Steuer sparen würden.

 

Seit 2009 werden Einkünfte aus Kapitalvermögen einem pauschalen Steuersatz von 25 Prozent unterworfen. Die Abgeltungsteuer auf Zinseinkünfte und Dividenden liegt damit unter dem Steuersatz auf andere Einkünfte, wenn Singles mehr als 17.000 Euro, Ehepaare mehr als 32.000 Euro im Splittingtarif zu versteuerndes Einkommen im Jahr haben. Die meisten Lohn- und Gehaltsempfänger würden daher, so die Argumentation in der politischen Diskussion, damit stärker besteuert, als die die von Zinsen und Dividenden lebten. In seinem Vorstoß zur Abschaffung der Abgeltungsteuer führte das Land Brandenburg dieses vermeintliche Gerechtigkeitsargument an. Doch die Mehrheit der Bundesländer lehnte einen entsprechenden Entschließungsantrag ab. „Eine sinnvolle Entscheidung“, findet Professor Koss. Der auch als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer qualifizierte Dozent wies in seinem Vortrag darauf hin, dass Steuerpflichtige mit einem geringeren Grenzsteuersatz als 25 % Abgeltungsteuer auf Antrag ihren individuellen Steuersatz bei der Einkommensteuer bekommen könnten. Im Rahmen dieser Günstigerprüfung prüft das Finanzamt auf Antrag, ob der Abgeltungsteuersatz zu hoch ist. Dieser Antrag ist risikolos: Es bleibt bei maximal 25 % zuzüglich Soli zuzüglich Kirchensteuer.

Die Gerechtigkeitslücke, so der promovierte Betriebswirt im Vortrag, liegt an anderer Stelle: auch bei der Günstigerprüfung können keine Werbungskosten steuermindernd geltend gemacht werden. Ihre Werbungskosten können diejenigen zumindest zum größten Teil geltend machen, bei deren Einkünften die Abgeltungsteuer gerade nicht zur Anwendung kommt.

 

Auch am Ende der aktuell laufenden Sondierungsgespräche und daran anschließenden Koalitionsverhandlungen erwartet der Professor aus Regensburg keine Abschaffung der Abgeltungsteuer. Noch im Mai habe der damalige Bundesfinanzminister, Wolfgang Schäuble (CDU), ihm gegenüber angedeutet, dass sich die Situation bei der Abgeltungsteuer grundlegend geändert habe. Inzwischen gebe es, so Schäuble damals am Rande des Kirchentags in Berlin, ausreichend Kontrollmechanismen. Doch bereits im Juli 2017 berichteten Tagesmedien aus dem Bundesfinanzministerium, dass es erst einen zumindest europaweiten Kontrollmechanismus für Zinsen und Dividenden geben müsse, um Kapitalabflüsse aus Deutschland zu verhindern.

 

Professor Koss geht davon aus, dass eine Abschaffung der Abgeltungsteuer vor allem den Mittelstand in Deutschland getroffen hätte. Eine Abschaffung trifft die Einkommen, die zu hoch sind, um über dem Abgeltungsteuersatz von 25% zu liegen, die aber zu wenig Vermögen zu haben, um eine individuelle, steueroptimierte Vermögensanlage zu bekommen. Die Grenze für solche „High-net-worth individuals“ liegt bei rund einer Million US-Dollar.

Vortrag am 28. April 2017:
Alles, was Sie über Bilanzen wissen wollen -
und sich nicht trauten zu fragen

 

Vortrag "Aus den Unterwelten der Bilanzen" im Rahmen der Veranstaltung "Nacht.schafft.Wissen"

 

 

 

"Wenn Sie schon schwarze Kassen haben, verbuchen Sie diese wenigstens richtig", süffisant stellte Professor Claus Koss Amüsantes und Spannendes aus der Welt des Rechnungswesens vor. So tauche bei Schwarzgeld regelmäßig das Problem auf, dass zwar die damit verbundenen Ausgaben, nicht aber die korrespondierenden Einnahmen verbucht würden - so geschehen beim vermeintlichen Kulturprogramm der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland.

 

Professor Koss berichtete auch von einem weiteren interessanten Fall: dem Jahresabchluss der Bayreuther Festspiele. Hier sei auffällig, dass dieser erst ein Jahr zwei Monate nach dem Abschlussstichtag veröffentlicht wurde. Entgegen der eigenen Selbstverpflichtung, so der auch als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer tätige, entspreche der Jahresabschluss in einigen Punkten nicht den Anforderungen an den Jahresabschluss einer großen Kapitalgesellschaft.

 

Buchhalter/innen, so das Fazit des Vortrags, gehe es wie Hausfrauen und Hausmännern: erst, wenn wieder einmal die schmutzige Wäsche zu waschen ist, erkenne jeder den Wert ihrer Arbeit.

Kind: Ein Eis mehr - Singles: EUR 168 mehr

 

Die Steuerentlastungen für nächstes Jahr sind am 1. Dezember 2016 beschlossen worden. Demnach gibt es jeweils zwei Euro pro Monat mehr an Kindergeld pro Kind. Der steuerfreie Grundfreibetrag für Singles steigt um EUR 168.

 

Details zu den Steuerentlastungen 2017/2018:

 

http://community.beck.de/2016/12/18/ein-kleines-eis-zusaetzlich-fuer-jedes-kind-im-naechsten-jahr

 

[eingestellt 18. Dezember 2016]

No publication without knowing something about taxation

 

Corporate tax reform in the US is among the most important issues on the President-elect's agenda. Coporate tax rate in the US is among the highest among OECD countries (see the chart on the left illustrating Peter Coy's "Opening Remarks: Heavenly Tax Reform" in bloomberg businessweek, Dec 12-18, pp. 6-7). The finding of the journalist: tax rates have gone down in all other OECD economies - only to stay at the top end in the US!

 

The key issue: the comparison is wrong, probably for all countries, for sure for the tax rate in Germany. The chart gives 15% for the corporate tax rate in Germany (chart). I calculated the tax rate for a client's company based in Germany. I ended up with above 30% (including the local business tax which varies according to the location of the business).

 

The problem to compare tax rates only is worese than a comparison of apples and oranges. Many people do know something about fruits but not so much about taxation. Better write something about healthy nutrition.

Erbschaftsteuerreform als verpasste Chance

 

Die aktuelle Reform der Erbschaftsteuer hat der Steuergesetzgeber eine Chance vertan, gesellschaftliche Entwicklung zu berücksichtigen. Übereinstimmend wiesen die Politologin Professorin Clarissa Rudolph und der Steuerrechtler Professor Claus Koss darauf hin, dass der vor kurzem veröffentlichte Gesetzentwurf sich am traditionellen Bild von Ehe und Familie orientiert. Doch die Gesellschaft hat sich gewandelt - das hätte bei der jetzt geplanten Reform berücksichtigt werden sollen.

Professorin Rudolph beim Interview der DATEV eG: "20% der Kinder wachsen bei Alleinerziehenden auf - Tendenz steigend, 10% der Familien sind gleich- oder gegengeschlechtliche Lebensgemeinschaften" - "Steueroptimal", fügt Professor Koss hinzu, "ist die Einverdiener-Ehegatten-Familie mit allen ihren Klischees: möglichst er sehr reich, sie arm, Hausfrau, Mutter, er stirbt, sie erbt." Die wachsende Vielfalt an Familienformen spiegelt sich nicht im Erbschaftsteuerrecht wieder.

"Verpasste Chance", urteilt die Politologin. Der Gesetzgeber hätte die Chance nutzen und gesellschaftliche Entwicklungen begleiten können. Beim Unterhaltsrecht werden auch neue Lebensformen herangezogen, von den steuerlichen Vorteilen blieben sie weitgehend ausgeschlossen. Damit werde alles außerhalb 'Ehemann-Ehefrau-Kind=Familie' subtil und finanziell unattraktiv gemacht.

Das Interview geht Ende November auf dem Channel der größten Steuerberatergenossenschaft  online.

 

[Eingestellt 22. November 2016]

Schadensersatz nach Rücktritt vom 'Verlöbnis'

Vorsicht bei dann nicht gehaltenen Eheversprechen: es droht Schadensersatz nach § 1298 BGB!

 

Ein deutscher Mann lernte eine Frau über eine Internet-Partnerbörse kennen. Er gab an, verwitwet zu sein, tatsächlich war er mit einer lettischen Frau verheiratet, lebte jedoch von dieser dauernd getrennt. Der Mann ließ sich auch nicht scheiden, als die neue Partnerin zu ihm zog. Sie forderte ihn wiederholt auf, das Eheversprechen einzulösen - doch er stellte keinen Scheidungsantrag.

Irgendwann reichte es der neuen Partnerin: sie zog aus und nahm sich wieder eine eigene Wohnung. Vom untreuen Ehemann forderte sie Schadensersatz und Schmerzensgeld - zu Recht, wie das Oberlandesgericht entschied (Beschluss vom 28. Juli 2016 - 13 UF 35/16). Das Gericht sah ein wirksames Verlöbnis als gegeben an. Auch habe die hingehaltene Frau durch die vergeblichen Umzugskosten einen materiellen und durch das gebrochene Eheversprechen einen immateriellen Schaden erlitten.

 

[Eingestellt 20. November 2016]

IKS fängt ganz einfach an

 

Das Interne Kontrollsystem (IKS) ist ein wichtiges Instrument der Unternehmensführung. Die damit verbundenen Maßnahmen können so einfach sein, dass sie jeder Unternehmer einführen kann. Beispiele zeigt Koss in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift für Bilanzierung, Rechnungswesen und Controlling (BC), Heft 11/2016, S. 525.

 

[Eingestellt 11. November 2016]

Der Kaiser hätte keinen Anspruch auf den Mindestlohn!

 

Deutscher Fußballbund (DFB) und Franz Beckenbauer haben immer wieder beteuert: Der ehemalige Mannschaftskapitän des Weltmeisters 1974 hätte das Organisationskomitee der Fußball-WM 2006 ehrenamtlich geleitet. Internet und Tagespresse ist zu entnehmen, "der Kaiser" hätte 5,5 Millionen Euro bekommen.

 

Lesen Sie dazu den Beitrag im Beck-Blog (blog.beck.de).

 

[aktualisiert 7. November 2016]

Jetzt online und als Buch im Beck-Verlag: Bilanz kann jede/r!

Kurssturz nach manipulierten Abgaswerten:

Kapitalmarkttheorie spricht gegen Schadensersatzansprüche

 

Der Freistaat Bayern gelangt oft nur mit "The Oktoberfest" in die englischsprachige Presse. Die Klage des Pensionsfonds für die Bayerischen Beamten hat es sogar in die Wochenzeitschrift "The Economist" geschafft. In der September-Ausgabe der Fachzeitschrift "BC (Bilanzen - Controlling)" zeigen wir aber, dass die Finanzmarkttheorie gegen den Erfolg der Klage spricht.

 

[aktualisiert 23. September 2016]

Spenden können zurückgefordert werden

 

Der Insolvenzverwalter kann im Rahmen der Insolvenzanfechtung auch Spenden selbst von Kirchen zurückfordern. Dies entschied der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 4. Februar 2016 - IX ZR 77/15, ZInsO 2016, 632. In der Urteilsbesprechung in der Zeitschrift für das gesamte Insolvenzrecht (ZInsO 2016, 739) zeigt Koss, wie Spenden "insolvenzsicher" gemacht werden können.

[Aktualisiert 18. August 2016; eingestellt 17. Mai 2016]

Schreibe korrektes Englisch - werde reich!

 

Zu den Tipps für einen erfolgreichen Bankraub gehört:

1. Halte Dich an Geschwindigkeitsbegrenzungen!

2. Parke das Fluchtfahrzeug nicht im Halteverbot!

Denn so mancher Bankraub scheiterte daran, dass das Fahrzeug vorzeitig auffiel.

 

In Zeiten der Cyberkriminalität gilt der Grundsatz: Achte auf Rechtschreibfehler!

 

Nach Zeitungsberichten soll die Zentralbank in Bangladesch 81 Millionen US-Dollar durch betrügerische Überweisungen über die Organisation SWIFT verloren haben. Aufgefallen war der Betrug Mitarbeitern einer deutschen Bank. Eine Überweisung war an eine "Fandation" anstatt richtig 'Foundation' adressiert.

 

Wir entwickeln gerade eine 'richtige' englische Übersetzung für den Jahresabschluss nach deutschem HGB. Deutsche Unternehmen müssen ihren Jahresabschluss regelmäßig Lieferanten vorlegen. Auf Grundlage dieser Zahlen wird oft entschieden, wie viel Kredit der Lieferant seinem deutschen Kunden einräumt. Einige Anbieter entsprechender Software bieten zwar auch "englische Abschlüsse" an, scheitern oft an den Fachbegriffen. Der Lieferant wird wahrscheinlich die Kreditwürdigkeit nicht deshalb schlechter einschätzen, weil die Gewinn- und Verlustrechnung "profit or loss account" anstatt - richtig - 'income statement' überschrieben ist. Aber es gilt der Grundsatz: wenn schon die Fachbegriffe veraltet sind, sind dann die Zahlen zuverlässig?

 

[eingestellt am 27. April 2016]

Bedeutung des Internen Kontrollsystems bei der Vermögensanlage von Stiftungen

 

Bereits im November 2014 wurde auf die Bedeutung des Internen Kontrollsystems (IKS) bei der Vermögensanlage von Stiftungen hingewiesen (vgl. Koss, ZStV 2014, S. 171). Darin wurde der Fall der Stiftung Johannes a Lasco Bibliothek Große Kirche zu Emden besprochen (Entscheidungen des Oberlandesgericht Oldenburg v. 8.11.2013 - 6 U 50/13 und des Bundesgerichtshofs v. 20.11.2014 - III ZR 509/13).

 

Lesen Sie dazu den Hinweis im Interview mit Simone Baumgärtner von der Zeitung "Der Neue Tag" (Weiden) auf http://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/wirtschaft/stiftungsaufsicht-der-regierung-aeussert-sich-zu-krise-bei-maria-seltmann-stiftung-einwandfreie-ablaeufe-d1656255.html?cp=Kurationsbox.

 

[Eingestellt 2. April 2016, 12:30]

Aktuelle Publikation: Mindestlohn bei gemeinnützigen Organisationen -

                                eine praktische Handreichnung

Themen:

- Mindestlohn bei Ehrenamtlichen

- Mindestlohn bei Sportvereinen

- Pflegemindestlohn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[Eingestellt 14. August 2015, 17:20 MESZ/CEST]

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Claus Koss